Anmerkungen zur TNI-Therapie
Die TNI-Therapie (Therapie mit nasaler Insufflation) ist eine nicht-invasive Atemtherapie, die die Eigenatmung eines Patienten unterstützt. Neben einer Reduktion der pharyngealen Kollapsibilität (Pcrit) entfaltet das TNI seine Wirkung über eine Erhöhung des PEEP und Reduktion der Atemarbeit, sowie eine Erhöhung der trachealen Zugkräfte. Zudem werden reflektorische Mechanismen im Hypopharynx diskutiert. Bei der TNI-Behandlung wird ein warmer, befeuchteter Luftstrom über die Nase appliziert. Es handelt sich im Gegensatz zum CPAP um ein offenes System. Aufgrund der pathophysiologischen Grundlagen ist bei der TNI-Behandlung eine Effizienz bei leichten bis mittelschweren Formen von Schlafapnoe und moderaten COPD-Erkrankungen ohne und mit schlaffragmentierendem Schnarchen gegeben.
Die TNI-Therapie ist nebenwirkungsfrei.
Anwendungsbereiche der TNI-Therapie:
1. Problemlöser für die Probleme bei der Maskentherapie
2. Unterstützung in der Inhalation Anwendung von Atemwegs erweiternden Sprays
3. Überbrückung während Infektbehandlung
4. O2 Befeuchtung bei großen O2 Therapiemengen
5. Unterstützung in der LTOT-Therapie
6. COPD nach stabilisierter Exazerbation
7. Fibrose
8. OSA-Therapie
Kinder und Säuglinge
9. Kinder mit Mittel-Gesichts-Hypoplasie
10. Downsyndrom
11. Broncho-Pulmonale-Dysplasie BPD
12. Neugeborene mit Atemnot Syndrom IRDS
13. Postextubation
14. Bronchiolitis
1. Problemlöser für die Maskentherapie
- Maskenphobien,
- Angstzustände unter der Maske
- Platzangst
- Schamgefühl, Patienten tun sich mit der Maskentherapie schwer
- Allergische Unverträglichkeiten
- Druckstellen
- wundscheuern
- offene Hautpartien
2. Unterstützung in der Inhalations Anwendung von Atemwegs erweiternden Sprays
- Ergänzt, unterstützt und optimiert die Medikamentenwirksamkeit
- Bereitet die Atemwege und Lunge vor (PEEP)
- Entlastet die Atempumpe
- Führt das Medikament gezielter an den Wirkort
- Reduziert Rtot
- Verringert RV/TLC
3. Überbrückung während Infektbehandlung
- Unterstützt die Atmung
- Kann Tracheostoma verhindern
- Entlastet die Atempumpe
- Verbessert die Oxygenierung
- Befeuchtet O2 optimal, auch bei O2 > 3-6 l/min
4. O2 Befeuchtung bei großen O2 Therapiemengen
- Befeuchtet den Sauerstoff optimal
- Kann mit TNI 20 s oxy auch ohne Luftbeimischung genutzt werden
- Verringert die Verschleimung
5. Unterstützung in der LTOT-Therapie
- Entlastet die Atempumpe
- Unterbindet die nächtliche Hyperkapnie durch fehlende Lippenbremsatemtechnik
- Verwirbelt das Luft-O2 Gemisch im Totraum
- Reichert das VD mit „brauchbarem“ Luft-O2 Gemisch an
- Erhöht dadurch die Ventilation und sorgt für eine CO2 Auswaschung
- Verbessert die Atemeffizienz
- VD / VT und damit die Belüftung der Lunge ( VA)
- Baut PEEP auf
- Verbessert die Oxygenierung
- Ersetzt die Lippenbremse nachts, wäscht CO2 besser aus
- Reduziert Rtot
- Verringert RV/TLC
- Reduziert die Verschleimung
6. COPD nach stabilisierter Exazerbation
- Partial insuffiziente Patienten
- Mit BGA-Trendverlauf zur NIV-Therapie
- global insuffiziente Patienten
- Kann u.U. NIV voll ersetzen
- Bei NIV-Therapie Verweigerung
- Therapieersatz tagsüber für die NIV
- Höhere Lebensqualität
- Mehr „Freiheit“ sprechen, sehen, etc
- Entlastet die Atempumpe
- Verwirbelt das Luft-O2 Gemisch im Totraum
- Verbessert die Atemeffizienz
- VD / VT und damit die Belüftung der Lunge (VA)
- Reichert das VD mit „brauchbarem“ Luft-O2 Gemisch an
- Erhöht dadurch die Ventilation und sorgt für eine CO2 Auswaschung
- Baut PEEP auf
- Verbessert die Oxygenierung
- Ersetzt die Lippenbremse nachts, wäscht CO2 besser aus
- Reduziert Rtot
- Verringert RV/TLC
- Reduziert die Verschleimung
7. Fibrose
- Entlastet die Atempumpe
- Verwirbelt das Luft-O2 Gemisch im Totraum
- Reichert das VD mit „brauchbarem“ Luft-O2 Gemisch an
- Verkleinert quasi VD
- Verbessert die Atemeffizienz
- VD / AZV
- Bbringt den Patienten in eine vergleichbare Situation vor ungefähr heute minus 3-6 Monate
- allerdings nur temporär, eben für diese gewonnene Zeit
8. OSA-Therapie
- Leichte bis mittelschwere OSA
- UARS
- Entlastet die Atempumpe
- Maskenphobien,
- Angstzustände unter der Maske
- Platzangst
- Schamgefühl, Patienten tun sich mit der Maskentherapie schwer
- Allergische Unverträglichkeiten
- Druckstellen
- Wundscheuern
- Offene Hautpartien
Kinder und Säuglinge
9. Kinder mit Mittel-Gesichts-Hypoplasie
- OSA Therapie bei Maskenunverträglichkeit
- Geringe Flussmenge erforderlich, 7-12 l/min
- Gute Verträglichkeit und Akzeptanz
10. Downsyndrom
- OSA Therapie bei Maskenunverträglichkeit
- Geringe Flussmenge erforderlich, 7-12 l/min
- Gute Verträglichkeit und Akzeptanz
11. Broncho-Pulmonale-Dysplasie BPD
- Zur Überbrückung und Unterstützung
- Zeitlich limitiert in den ersten Lebenswochen
- meist reicht nächtliche Anwendung
- geringe Flussmenge erforderlich, 5-9 l/min
12. Neugeborene mit Atemnot Syndrom IRDS
- Zeitlich limitiert in den ersten Lebenswochen
- meist reicht nächtliche Anwendung
- geringe Flussmenge erforderlich, 5-7 l/min
13. Postextubation
- Zur Überbrückung und Unterstützung
- Bei geringer Flussmenge
14. Bronchiolitis
- Zur Überbrückung und Unterstützung
- Bei geringer Flussmenge
- Gute Verträglichkeit und Akzeptanz